Pressemitteilung
Fédération des Congolais d'Allemagne e.V.
Vereinigung der Kongolesen in Deutschland e.V.
Kongolesen in Deutschland begrüßen die Forderung des Bundespräsidenten - EU-Soldaten müssen Menschen im Ostkongo schützen
Der Verein der Kongolesen in Deutschland e.V. begrüßt die Forderung von Bundespräsidenten Horst Köhler, mit europäischen Soldaten dazu beizutragen, den Frieden im Ostkongo wieder herzustellen und der geschundenen Zivilbevölkerung die Rückkehr in ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. "Wir brauchen jetzt eine schnelle und effektive Unterstützung der überforderten UN-Friedensmission MONUC. Das können nur europäische Soldaten leisten," so der Vereinsvorsitzende Iseewanga Indongo-Imbanda.
Außerdem muss die internationale Gemeinschaft, vor allem die EU-Länder, Druck auf Ruanda und Uganda ausüben, damit die beiden Länder die Unterstützung der Truppen des abtrünnigen Generals Laurent Nkunda beenden.
Letztlich kann aber nur die konsequente Aussöhnung aller Menschen in der Region der Großen Seen und die Schaffung eines gemeinsamen Lebensraumes einen dauerhaften Frieden bringen. Dies setzt voraus, dass
- ein politisches Gespräch zwischen der kongolesischen Regierung und der Partei Nkundas unter der Schirmherrschaft der internationalen Gemeinschaft einberufen wird. Denn: Die dauerhafte Beendigung der Kämpfe in Nord Kivu - obwohl es dabei nicht nur um politische Ziele geht, sondern um Rohstoffe (Holz, Gold, Diamanten, Coltan usw.) -, kann nur politisch erreicht werden. In Nairobi (Kenia), wo vor einigen Tagen eine internationale Konferenz über die Krise in der Provinz Nord Kivu stattgefunden hat, wurde der erste Schritt dafür getan;
- ein innerruandischer Dialog und ein innerugandischer Dialog mit dem Ziel einberufen werden, dass in den beiden Ländern Regierungen des "Volkes durch das Volk und für das Volk" das staatliche Leben bestimmen.
"Wir wissen, dass der Weg zum Frieden in der Region der Großen Seen Afrikas noch weit ist und von der Wiederherstellung des Friedens in der DR Kongo abhängt," so Generalsekretär Philippe Yangala. "Wir als Kongolesen haben große Hoffnungen in diesen Frieden, doch dafür brauchen wir jetzt sowohl schnelle als auch langfristige Hilfe aus Europa."
Berlin, 20. Nov. 2008